Adresse

Die Weidenbach 6
63674 Altenstadt

Öffnungszeiten

Mo – Do 08:00 – 17:00 Uhr
Fr 08:00 – 16:00 Uhr

Telefon

Scheitert der Glasfaserausbau in Reichelsheim? Vorvermarktungsphase bis zum 15.06. verlängert

Reichelsheim, 04.05.2022 Damit die Stadt Reichelsheim flächendecken mit Glasfaser bis ins Haus (FTTH) versorgt und somit fit für die digitale Zukunft gemacht wird, hätten sich bis zum 30. April 40 Prozent der Haushalte für einen entsprechenden Anschluss beim Altenstädter Unternehmen Yplay Germany GmbH entscheiden müssen. Wie die Stadt Reichelsheim nun mitteilt, wurde die notwendige Quote nicht erreicht und das Ziel, Reichelsheim kurzfristig mit einer zukunftsfähigen Glasfaserversorgung auszustatten, ist in ernster Gefahr.

Reichelsheims Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst will diese Chance für die Stadt nicht kampflos vorüberziehen lassen: „Für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt ist eine zeitgemäße Internetgeschwindigkeit heute so wichtig, wie es früher die Versorgung mit fließendem Wasser und Strom war. Wenn wir als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben wollen, ist eine flächendeckende Breitbandversorgung mit Glasfaser bis in die Häuser absolut notwendig. Ich habe deshalb in intensiven Gesprächen die Geschäftsleitung von Yplay überzeugen können, die Frist zur Quotenerreichung noch einmal auf den 15.06.2022 zu verlängern.“

Bis dahin haben nun alle Bürgerinnen, Bürger und Gewerbetreibende aus Reichelsheim weiter die Chance, sich einen kostenfreien Glasfaseranschluss zu sichern. Damit Yplay in Reichelsheim flächendeckend ausbauen kann, müssen sich mindestens 40 Prozent der Haushalte für einen Glasfaseranschluss entscheiden.

Lena Herget-Umsonst weiter: „Vielen Dank an alle, die bisher die Informations- und Beratungsangebote genutzt und sich diesem wichtigen Projekt gegenüber offen gezeigt haben. Ich gebe zu, dass selbst mir das Ausfüllen der Unterlagen fast durchgerutscht wäre, wenn ich nicht vor 14 Tagen im Rahmen der Yplay Informationsveranstaltung in Heuchelsheim und Weckesheim darauf aufmerksam geworden wäre. Ich vermute, dass es vielen ähnlich ging und es im Tagesgeschäft einfach durchgerutscht ist.“

Yplay wurde als regionales Unternehmen anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs als Partner ausgesucht und durch einstimmigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung bestätigt. Ziele des Projekts sind Attraktivitätssteigerung für Wohnen und Gewerbe, Wertsteigerung für die Immobilien im Stadtgebiet und der Anschluss bislang unterversorgter Flächen, wie beispielsweise der Flugplatz und der Pappelhof.

„Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat den Bedarf an schnellen und guten Internetverbindungen nochmals deutlich aufgezeigt. Klar ist, dass die Stadt Reichelsheim einen Breitbandausbau in eigener Regie sowohl finanziell als auch personell nicht alleine leisten kann. Wir brauchen daher einen starken Partner an unserer Seite und dieser benötigt das Vertrauen von 40% unserer Haushalte. Nur dann kann die digitale Zukunft auch in unserer Stadt beginnen und wir verlieren nicht im Vergleich zu unseren Nachbarkommunen deutlich an Attraktivität“, appelliert die Rathauschefin an ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger. „Bitte nutzen Sie das Gespräch mit Freunden und Bekannten, wenn Sie von dem Produkt überzeugt sind und werben Sie dafür. Auch wenn manchem die aktuelle Internetgeschwindigkeit genügt, nicht mehr lange und das heute eventuell noch ausreichende Kupferkabel ist am Ende. Wenn wir die Quote erreichen, profitieren davon alle Einwohner, Immobilienbesitzer, Unternehmer und nicht zuletzt auch unsere zahlreichen Vereine, denn in deren Alltag ist das Internet mittlerweile ebenfalls ein wichtiges Werkzeug.“

Yplay hat nicht nur zugestimmt, die Frist zur Erreichung der Quote zu verlängern. Das Unternehmen wird auch die Marketing- und Informationsaktivitäten nochmals steigern und weiterhin jeden Donnerstag von 14 Uhr bis 18 Uhr eine Sprechstunde im Rathaus anbieten. Die nächste Infoveranstaltung findet am 2. Juni um 18:30 Uhr im Bürgertreff Beienheim statt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Quote gemeinsam erreichen werden, um unsere Stadt in die digitale Zukunft zu führen“, so Lena Herget-Umsonst abschließend.