Das Unternehmen Yplay rechnet mit bis zu einem Jahr Bauzeit. In Climbach fehlt noch die Anbindung an den Hauptverteiler am Rathaus.
Allendorf – Wie im gesamten Kreis Gießen, so schreitet auch in Allendorf der Glasfaserausbau voran. In einem Bauabschnitt, der jetzt begonnen hat, werden alle Bereiche des Stadtteils Allendorf, die südlich der Lumda liegen, an das Netz angebunden.
„Die Nachfrage ist groß, die Menschen warten darauf, das schnelle Internet nutzen zu können“, sagte Bauamtsleiter Felix Jung im Rahmen eines symbolischen Spatenstichs am Montag.
Das Unternehmen Yplay, das in mehreren Kommunen im Norden des Kreises Gießen tätig ist, übernimmt den Ausbau im südlichen Teil Allendorfs. Straße für Straße wird dort nun angegangen, es werden Trassen errichtet und Rohverbünde verlegt, in die später die Glasfaserkabel selbst eingezogen werden.
Allendorfer Stadtteile südlich der Lumda werden ans Glasfasernetz angeschlossen
Für die Tiefbauarbeiten ist ein Unternehmen aus Büdingen zuständig, das seine Arbeiten kürzlich in der Friedrich-Ebert-Straße begonnen hat. Wo bereits Trassen errichtet worden sind, lässt sich an den schmalen Teerstreifen erkennen, die provisorisch bis zur eigentlichen Verlegung der Glasfaserkabel auf den Gehwegen ausgebracht werden. Yplay rechnet insgesamt mit bis zu einem Jahr Bauzeit für den südlichen Teil Allendorfs.
Wer sich den Glasfaseranschluss bis ins eigene Haus bestellt hat, müsse aber nicht so lange warten, bis es mit dem Surfen in Hochgeschwindigkeit losgehen kann. „Wir bauen mit Licht im Rücken“, sagte Dominik Weisensell von Yplay. Soll heißen: Der Hauptverteiler für alle Ortsteile von Allendorf, der hinter dem Rathaus steht, ist bereits an die übergeordnete Verteilerstelle in Frankfurt angebunden. Sobald ein Nahverteilerbereich mit bis zu 60 Häusern baulich abgeschlossen ist, könne deshalb losgelegt werden, hieß es.
56 Prozent Nachfrage in Allendorf
In Climbach sollen derweil die ersten Haushalte in wenigen Wochen ans Netz gehen können. Dazu müsse noch die sogenannte Backbone-Infrastruktur, also eine Anbindung an den Hauptverteiler am Rathaus, gelegt werden. Die beiden übrigen Ortsteile, Nordeck und Winnen, stehen unterdessen kurz vor der Vergabe der Bauleistungen, wie Yplay informierte. Der Ausbau soll dort bis 2027 fertiggestellt sein. Bürgermeister Sebastian Schwarz lobte die Mitarbeiter von Yplay am Montag und sagte, anderswo wären mehr Probleme aufgetreten.
Für die von Yplay betreuten Gebiete des Glasfaserausbaus in ganz Allendorf gab das Unternehmen eine Nachfrage von bislang 56 Prozent an. In allen Gebieten im Kreis Gießen, die das Unternehmen betreut, sei die vor Projektbeginn angegebene Mindestnachfrage von 40 Prozent durchschnittlich erfüllt. Weisensell erklärte, dass die Glasfasertechnik über viele Vorteile verfüge. So spiele die Entfernung eines Hauses zum Verteiler – anders als bei herkömmlichen Kupferleitungen – keine Rolle für die Geschwindigkeit der Übertragung.
Quelle:
Text übernommen mit freundlicher Genehmigung der Gießener Allgemeinen.
Fritz Landenberger: „Die Menschen warten darauf“: Glasfaserausbau südlich der Lumda in Allendorf gestartet, veröffentlicht am 29.04.2026.
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